Die Verkehrserklärer!

23.01.2018 Neujahrsempfang mit Jens-Holger Kirchner

Der VIV wünscht Ihnen frohes und gesundes Jahr 2018! Wir freuen uns auf zahlreiche Veranstaltungen mit Ihnen im 15. VIV-Jahr!

VIV Neujahrsempfang 2018

mit Jens-Holger Kirchner am 23.01.2018 um 18:30 Uhr im Ostbahnhof

Wir hoffen, dass Sie schöne Weihnachtsfeiertage hatten und nun bereit für den Sprung in das neue Jahr sind. Traditionell beginnt das VIV-Jahr, es ist nunmehr das 15., mit dem Neujahrsempfang, zu dem wir Sie herzlich einladen.

Wir freuen uns sehr auf unseren diesjährigen Gast, Herrn Jens-Holger Kirchner, seines Zeichens Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz. Herr Kirchner wird uns sicher in gewohnt pointierter Art und Weise über die verkehrspolitischen Ziele des seit nunmehr gut einem Jahr amtierenden Senats und insbesondere den Stand der Umsetzung berichten. Sicher steht er auch für Fragen zur Verfügung, so z.B. der Position des Senats zur Verlängerung von U-Bahn-Strecken (z.B. U3 Mexikoplatz, U8 Märkisches Viertel, U9 Lankwitz) oder auch der Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg in Bezug auf verkehrliche Fragen, die sich aus der "wachsenden Stadt" zunehmend dringlich ergeben.

Unser Neujahrsempfang findet statt am Dienstag, den 23.01.2018 um 18:30 Uhr und zwar (wegen der noch immer gesperrten BSW-Räumlichkeiten am Alexanderplatz) erneut in der Cantina Estación im Berliner Ostbahnhof (RE1, RE7, RB14, S3, S5, S7, S9 sowie Bus 140, 142, 147, 240).

Die Veranstaltung ist wie jedes Jahr kostenfrei. Wir bitten Sie aber zur Erleichterung unserer Planung um verbindliche Anmeldung auf dieser Website oder ab 02.01.2018 telefonisch unter 0160 9384 9852.

Für einen kleinen Imbiss und ein Begrüßungsgetränk ist wie jedes Jahr Sorge getragen. Zur Schonung unserer Vereinskasse bitten wir Sie, alles weitere direkt mit der Cantina abzurechnen.

Wir würden uns sehr freuen, Sie zahlreich begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen zunächst einen guten und gesunden Start in das neue Jahr 2018!

Eine Fahrt auf der A2

Ein Zwischenruf

Nach längerer Zeit fährt der Autor dieser Zeilen mal wieder werktags auf der A2, genannt Warschauer Chaussee, gen Westen. Knapp 600 km liegen vor ihm, es geht über Hannover, "durch den Pott" kurz vor die niederländische Grenze.

Die vor nicht einmal zwanzig Jahren zwischen Berlin und Hannover grundsanierte A2 scheint bereits wieder ein Sanierungsfall zu sein. Und wenn es stimmt, dass ein Lkw die Autobahn so belastet wie 40.000 Pkw, dann darf man sich nicht wundern, dass es bereits wieder so weit ist.

Es ist, man kann es nicht anders ausdrücken, der Wahnsinn.

Auf der rechten Spur reiht sich Lkw an Lkw. Und da für dieses Verkehrsaufkommen die rechte Spur allein nicht ausreicht, wird teils auch die mittlere benutzt. Lkw an Lkw.

Man fragt sich:

Ist das der Preis, den wir zahlen für unsere Erwartung "heute bestellt, morgen geliefert"? Und die Industrie macht es ja bereits seit vielen Jahren vor, indem sie auf Lagerhaltung so weit wie möglich verzichtet und Teile dann anliefern lässt, wenn sie in der Produktion auch gebraucht werden. "Just in time" nennt sich das und dient betriebswirtschaftlich der Kostenoptimierung. "Externalisierung interner Kosten" nennt das der Betriebswirt.

Warum lassen wir all das zu? Warum verpflichten wir Spediteure nicht, mindestens für Transitverkehre die Fahrzeuge auf die Bahn zu verladen? Die Schweizer mit ihrer "Rollenden Landstraße" machen doch vor, wie es gehen könnte...

Acht Parkplätze und die Berliner Luftverkehrspolitik

Eine Polemik zum Fall Air Berlin

Was haben acht Parkplätze und der Fall Air Berlin miteinander zu tun? Richtig: Nichts.

Aber wiederum irgendwie doch!

Kürzlich wehte durch die Berliner Presse, vielleicht auch dem Sommer geschuldet, der Regierende Bürgermeister habe sich mächtig darüber aufgeregt, dass in seiner Wohnstraße acht Parkplätze im Zusammenhang mit der Förderung des Radverkehrs wegfallen sollen.

Diesen Ärger des obersten Repräsentanten unserer Stadt kann man nachvollziehen – oder auch nicht.

Man wünschte sich aber, dass er (und sein Senat) sich im Falle der Insolvenz ähnlich engagiert hätten!

Immerhin:

Mit Air Berlin, davon darf man jetzt ausgehen, verschwindet eines der wenigen Unternehmen, die ihren Sitz in Berlin haben.

Mit Air Berlin verschwindet ein nicht ganz unbedeutender Arbeitgeber.

Mit Air Berlin verschwindet eine Airline, die in der baulichen Konzeption unseres neuen Flughafens eine wichtige Rolle spielte. So ist der sog. Südpier ganz auf die Bedürfnisse von Air Berlin zugeschnitten – z.B. durch die Möglichkeit, Transitpassagiere abzufertigen.

Und mit Air Berlin verschwindet ein Unternehmen, das nicht zuletzt den Namen unserer Stadt im wahrsten Sinne des Wortes in die Welt transportiert hat.

Und der Senat? Nichts.

Pflichtschuldig ein Statement der Wirtschaftssenatorin, dass die Arbeitsplätze hoffentlich erhalten bleiben (war wir natürlich auch hoffen). Und ansonsten Allgemeinplätze, dass andere Airlines die Flüge übernehmen würden und BER, Air Berlin hin oder her, sowieso kein Drehkreuz würde.

Wir finden: das ist eindeutig zu wenig und drückt ein Desinteresse an dieser Stadt aus, dass nur schwer nachvollziehbar ist.