Die Verkehrserklärer!

07.12.2017 Verkehrspolitisches Forum

Leider müssen wir Ihnen mitteilen...

..., dass die Veranstaltung am 19.10.17 entfällt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden muss. Momentan haben wir dafür den 07.12.17 ​vorgesehen.

Sowohl die aktuelle Berliner Verkehrspolitik, momentan ja noch mehr im Stadium eines Projekts, als auch der allseits proklamierte Umstieg hin zur Elektromobilität werden Einfluss auf den Wirtschaftsverkehr, zu dem übrigens auch Personenverkehr (Busse, Taxen) gehört, haben. Und daher wird es spannend sein zu hören, wie sich die Fuhrgewerbeinnung als Vertreterin der Unternehmen dieser Branche auf die neuen Entwicklungen einstellt und den neuen Herausforderungen begegnet.

Warum müssen wir aber nun die Veranstaltung zum vorgesehenen Termin absagen?

Leider hat sich in den letzten Tagen sehr kurzfristig herausgestellt, dass uns die bekannten Räume des BSW in der Panoramstr. bis auf weiteres wegen Umbauarbeiten nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir waren dort in der Vergangenheit ja lediglich zu Gast und sind dem BSW daher sehr dankbar, dass wir diese Räume in zentraler Lage nutzen durften. Daher an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür!

Nun sind wir also auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, was in der derzeitigen Lage und, das sei nicht verschwiegen, und bei unseren finanziellen Möglichkeiten, sicher nicht ganz einfach wird.

Wenn also unter Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, jemand ist, der uns in dieser Richtung in irgendeiner Form unterstützen kann (und sei es "nur" durch eine Idee), würden wir uns über entsprechende Hinweise an post@vivev.de sehr freuen!

Die nächste reguläre Veranstaltung wird dann am 29.11.17 sein, wenn wir bei der Berliner S-Bahn zu Gast sind. Die Einladung dazu erhalten Sie rechtzeitig; momentan arbeiten wir noch an einem spannenden Programm. Lassen Sie sich überraschen!

Und sollten wir, notfalls auch provisorisch, Räume für den 07.12.17 organisieren können, erhalten Sie selbstverständlich auch rechtzeitig eine Einladung. Auch hieran arbeiten wir und hoffen sehr, dass es klappt

Eine Fahrt auf der A2

Ein Zwischenruf

Nach längerer Zeit fährt der Autor dieser Zeilen mal wieder werktags auf der A2, genannt Warschauer Chaussee, gen Westen. Knapp 600 km liegen vor ihm, es geht über Hannover, "durch den Pott" kurz vor die niederländische Grenze.

Die vor nicht einmal zwanzig Jahren zwischen Berlin und Hannover grundsanierte A2 scheint bereits wieder ein Sanierungsfall zu sein. Und wenn es stimmt, dass ein Lkw die Autobahn so belastet wie 40.000 Pkw, dann darf man sich nicht wundern, dass es bereits wieder so weit ist.

Es ist, man kann es nicht anders ausdrücken, der Wahnsinn.

Auf der rechten Spur reiht sich Lkw an Lkw. Und da für dieses Verkehrsaufkommen die rechte Spur allein nicht ausreicht, wird teils auch die mittlere benutzt. Lkw an Lkw.

Man fragt sich:

Ist das der Preis, den wir zahlen für unsere Erwartung "heute bestellt, morgen geliefert"? Und die Industrie macht es ja bereits seit vielen Jahren vor, indem sie auf Lagerhaltung so weit wie möglich verzichtet und Teile dann anliefern lässt, wenn sie in der Produktion auch gebraucht werden. "Just in time" nennt sich das und dient betriebswirtschaftlich der Kostenoptimierung. "Externalisierung interner Kosten" nennt das der Betriebswirt.

Warum lassen wir all das zu? Warum verpflichten wir Spediteure nicht, mindestens für Transitverkehre die Fahrzeuge auf die Bahn zu verladen? Die Schweizer mit ihrer "Rollenden Landstraße" machen doch vor, wie es gehen könnte...

Acht Parkplätze und die Berliner Luftverkehrspolitik

Eine Polemik zum Fall Air Berlin

Was haben acht Parkplätze und der Fall Air Berlin miteinander zu tun? Richtig: Nichts.

Aber wiederum irgendwie doch!

Kürzlich wehte durch die Berliner Presse, vielleicht auch dem Sommer geschuldet, der Regierende Bürgermeister habe sich mächtig darüber aufgeregt, dass in seiner Wohnstraße acht Parkplätze im Zusammenhang mit der Förderung des Radverkehrs wegfallen sollen.

Diesen Ärger des obersten Repräsentanten unserer Stadt kann man nachvollziehen – oder auch nicht.

Man wünschte sich aber, dass er (und sein Senat) sich im Falle der Insolvenz ähnlich engagiert hätten!

Immerhin:

Mit Air Berlin, davon darf man jetzt ausgehen, verschwindet eines der wenigen Unternehmen, die ihren Sitz in Berlin haben.

Mit Air Berlin verschwindet ein nicht ganz unbedeutender Arbeitgeber.

Mit Air Berlin verschwindet eine Airline, die in der baulichen Konzeption unseres neuen Flughafens eine wichtige Rolle spielte. So ist der sog. Südpier ganz auf die Bedürfnisse von Air Berlin zugeschnitten – z.B. durch die Möglichkeit, Transitpassagiere abzufertigen.

Und mit Air Berlin verschwindet ein Unternehmen, das nicht zuletzt den Namen unserer Stadt im wahrsten Sinne des Wortes in die Welt transportiert hat.

Und der Senat? Nichts.

Pflichtschuldig ein Statement der Wirtschaftssenatorin, dass die Arbeitsplätze hoffentlich erhalten bleiben (war wir natürlich auch hoffen). Und ansonsten Allgemeinplätze, dass andere Airlines die Flüge übernehmen würden und BER, Air Berlin hin oder her, sowieso kein Drehkreuz würde.

Wir finden: das ist eindeutig zu wenig und drückt ein Desinteresse an dieser Stadt aus, dass nur schwer nachvollziehbar ist.